Deutschland – Land der Dichter, Denker … und der kompliziertesten Steuergesetze der Welt. Wir haben Paragraphenberge, Freibeträge, Sonderregelungen und Ausnahmen von Ausnahmen. Wer soll da noch durchblicken? Selbst Steuerberater verzweifeln mittlerweile an dem Dickicht. Und wer als Bürger seine Steuererklärung ohne professionelle Hilfe erledigen will, der steht im Grunde vor einer unlösbaren Aufgabe.
Doch warum ist das so? Warum schaffen es andere Länder, einfache und transparente Systeme aufzubauen – und wir nicht?
Der Blick in die Schweiz: Klarheit statt Chaos
Schauen wir in die Schweiz. Dort sind die Steuersätze nicht überall gleich – jeder Kanton regelt es für sich. Aber eines ist entscheidend: Es ist transparent, klar und nachvollziehbar. Bürger wissen, womit sie rechnen müssen. Sie brauchen keine Machete, um sich durch Gesetze zu schlagen.
Und bei uns?
Da reden Politiker seit Jahrzehnten von der „Steuererklärung auf dem Bierdeckel“. Ein hübsches Bild, ein launiger Spruch – doch passiert ist: nichts. Stattdessen wurde der Dschungel nur dichter.
Subventionen: Der Irrsinn einer gelenkten Planwirtschaft
Als wäre das nicht genug, stolpern wir in die nächste Absurdität: Subventionen. Deutschland ist auf bestem Wege in die Planwirtschaft.
Man muss sich das einmal vorstellen:
- Erneuerbare Energien werden massiv gefördert, weil sie sich alleine nicht durchsetzen.
- Gleichzeitig sollen energieintensive Betriebe entlastet werden, weil die Energiekosten durch eben diese Politik explodieren.
- Und obendrein sollen Bürger mit Zuschüssen ruhiggestellt werden, damit sie die steigenden Preise ertragen können.
Mit anderen Worten: Beide Seiten werden subventioniert. Der Staat finanziert den Produzenten wie den Verbraucher – aus ein und derselben Tasche. Kann das irgendjemand noch erklären?
Das ist kein freier Markt, das ist gelenkter Unsinn. Und es hört nicht bei der Energie auf. Landwirtschaft, Verkehr, Industrie – fast jeder Bereich hängt inzwischen am Tropf des Staates.
Forschung statt Daueralimentierung
Natürlich hat der Staat eine Rolle: in der Forschung, bei Grundlagen, bei Projekten, die die Privatwirtschaft allein nicht stemmen würde. Das ist legitim. Aber wenn ganze Branchen nur deshalb existieren, weil der Staat sie durchfüttert, dann läuft etwas grundsätzlich falsch. Eine Idee, die marktwirtschaftlich nicht trägt, muss man nicht künstlich am Leben erhalten. Punkt.
Wenn Unternehmen von etwas überzeugt sind, sollen sie investieren. Gelingt es – profitieren sie. Gelingt es nicht – dann war es eben keine tragfähige Idee. Das ist Marktwirtschaft.
Deutschland im Stillstand
Die Wahrheit ist unbequem: Wir ruhen uns auf den Lorbeeren der Vergangenheit aus. Deutschland hat in der Vergangenheit durch Erfindergeist und Leistung Vermögen aufgebaut. Heute leben wir dieses Vermögen auf – und merken nicht, dass es endlich ist.
Andere Länder sind längst innovativer, mutiger, schneller. Wir dagegen diskutieren uns zu Tode und verheddern uns im Gestrüpp von Paragrafen, Subventionen und Bürokratie. Wollen wir wirklich so weitermachen?
Ein Weckruf zur Reform
Was es braucht, ist nicht noch ein neues Förderprogramm, nicht noch eine Sonderregelung, nicht noch eine weitere Steuer. Was es braucht, ist eine Reform von Grund auf:
- Ein einfaches, transparentes Steuersystem, das jeder versteht.
- Eine klare Trennung zwischen Forschung und Subvention – das eine sinnvoll, das andere schädlich.
- Einen Staat, der mit dem Geld auskommt, das er hat – statt Bürger und Unternehmen immer weiter auszupressen.
Denn Hand aufs Herz: Wie viel Freiheit bleibt, wenn ein Großteil unseres Einkommens direkt oder indirekt in die Kassen des Staates fließt? Wie lange wollen wir uns diesen Irrsinn noch gefallen lassen?
Zeit, das Steuer herumzureißen
Deutschland braucht eine Steuer- und Staatsreform, keine Flickschusterei. Ein System, das wieder Luft zum Atmen lässt, das Leistung belohnt statt bremst. Ein System, das Fachkräfte und Investoren anzieht, statt sie zu vertreiben.
Wir stehen an einem Wendepunkt. Entweder wir befreien uns aus dem Steuer- und Subventionsdschungel – oder wir versinken weiter darin. Die Wahl liegt bei uns. Aber eines ist klar: Zeit haben wir keine mehr.
Fazit:
Deutschland braucht jetzt Mut. Mut zur Einfachheit. Mut zur Freiheit. Mut zur Zukunft. Alles andere ist Stillstand – und Stillstand ist Rückschritt.
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